„Villa Streccius“ Aufbau


Schon wieder Kunst: Am Freitag letzter Woche war die Eröffnung der Galerie von Wolfgang Rüssmann in Mörfelden, am Samstag und Sonntag Malkurs in Karlsruhe und heute schon wieder Aufbau einer Ausstellung. Sooo viel Kunst in wenigen Tagen! Vor der Villa in Landau stand eine Skulptur, die ich dann heftig angebellt habe. War mir einfach zu viel, ehrlich!

Aber ich glaube, dass das eine ganz gute Ausstellung wird, wenn alle bereit sind, sehr minimalistisch zu hängen. Nichts schlimmeres, als übervolle Hängungen! Wir werden sehen. Die Olma und ich fahren morgen mit dem Pan wieder nach Landau und schauen nach, wie die Kuratoren Franz Martin und Artur Bozem denn vorgehängt haben… Zum Glück ist die Olma noch mit ihrem Bild „Doppeltes Dunkelfeld II“ fertiggeworden. Dank mir, geht sie viele Dinge jetzt sehr gelassen an!

„Doppeltes Dunkelfeld II“ (weil es schon ein „I“ gibt…). Da hat die Olma wieder mal eine Skulptur von Rheinhold als Vorlage benutzt. Der Künstler lebte um 1900 rum und wurde vor allem mit seiner Bronzeskulptur „Affe mit Schädel“ berühmt. Sie zeigt einen Affen, der auf einem Stapel Bücher sitzt, die auf Darwin hinweisen. In seiner Hand hält er einen menschlichen Schädel und scheint darüber nachzudenken, was es mit der Evolution so auf sich hat. Ein Schattenspiel im linken Teil des Bildes ist, wenn man es auf den Kopf stellt, ein durch zwei menschliche Händepaare dargestelltes Taubenpaar. Durch das Drehen erscheint diese friedliche Anordnung aber plötzlich böse. Irgendwie wie ein Wolf? Ich habe ja nichts gegen Wölfe und andere Hunde, wollte ich an dieser Stelle nochmals sagen! Tja, und im rechten Teil des Bildes hat sie eine Kreidezeichnung der Polizei benutzt. Die Polizei kann auch zeichnen, glaubt mir. Aber mehr so Unfallgeschichten auf Asphalt. Oder wie hier: Mordopfer. Soweit ich mich erinnere meinte die Olma hier den Tim aus Winnenden, der vor einem Jahr einen Amoklauf beging und am Ende selbst tot auf der Straße lag. Der Ausdruck „doppeltes Dunkelfeld“ kommt übrigens auch aus der Kriminalistik und meint wohl, dass Täter und Opfer nicht genau definiert werden können. Die Taten weder benannt noch angezeigt werden. Aus Scham, aus Angst oder einfach wegen Nichtigkeit… Jaja, die Olma und ihre Weltsicht. Wuff.

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Über Veronika Olma

Malerin, Kynikerin und Bazifistin ( www.olma.de)
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