Schwangere, Kinder und Hunde…


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…dürfen nicht nach Tschernobyl! Aber ansonsten: Tschernobyl soll für den Massentourismus fit gemacht werden.

Der Ort des Grauens liegt mitten in Europa: in der Ukraine. Tschernobyl, seit der Reaktorkatastrophe im April 1986 weltweit Synonym für die tödlichen Risiken bei der Nutzung von Atomenergie, soll zum Mekka für den Massentourismus aufgepeppt werden. Die Idee soll pünktlich zum 25. Jahrestag der Tragödie Gestalt annehmen. Eigens dazu hat das ukrainische Ministerium für Katastrophenschutz, in dessen Bilanzen das vor zehn Jahren stillgelegte Kernkraftwerk steht, ein Touristik-Unternehmen gegründet. Dieses soll geführte Ausflüge in die „Zone“ – ein mit Stacheldrahtverhauen gesichertes Areal mit einem Radius von 30 Kilometern – für 800 Griwna (rund 100 Dollar) anbieten und aggressiv bewerben. Oksana Nor, die Sprecherin des Reiseveranstalters, rechnet schon mit Besucherzahlen von bis zu einer Million pro Jahr.

Selbst bei einer Vier-Tage-Tour durch die Zone sei die Strahlenbelastung für Besucher geringer als bei einem Transatlantikflug, so der Veranstalter. An Kinder, Hunde und Schwangere sollen gleichwohl keine Tickets verkauft werden. Oh, wie schade…

Tagesschau von 1986

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Über Veronika Olma

Malerin, Kynikerin und Bazifistin ( www.olma.de)
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