Buchempfehlung: Tiere – eine andere Anthropologie


Das Thema „Tier“ scheint ja zur Zeit „in“ zu sein? Plötzlich reden alle über Massentierhaltung, Fleischessen, Vegetarismus. In jeder Zeitung, Talkshow oder im Radio. Das ist gut so und wir haben auch was beizusteuern, bevor alles wieder „out“ ist und alle sorgenfrei weitermampfen, wie bisher.  Das empfohlene Buch ist zwar von 2004, habe es aber jetzt erst bei der Olma auf dem Nachttisch gesehen. WUFF.

Wer oder was ist ein Tier? Wenig kann über „das Tier“ gesagt werden, ohne schon einen Begriff vom Menschen zu unterstellen. Ist es also ein kulturelles Konstrukt oder teilt es mit den Menschen eine gemeinsame „animalitas“? Gibt es ein Recht des Fressens und Gefressenwerdens oder eine gemeinsame Mensch-Tier-Ethik? Untersuchungen über die Phantasie- und Wissensgeschichte des Tier-Mensch-Verhältnisses stellen die herkömmliche Dichotomie zwischen Natur und Kultur radikal infrage. Bekannte Kultur- und Medienwissenschaftler, Anthropologen, Verhaltensforscher, Historiker und Ethiker verstehen Tiere und Menschen nicht isoliert voneinander, sondern in ihrem gegenseitigen Aufeinanderbezogensein. Damit greifen sie in die aktuelle ethische Diskussion ein, indem sie die paradoxen Beziehungen zwischen Menschen und Tieren analysieren.
Tiere – eine andere Anthropologie
HRSG.: Böhme, Gottwald, Holtorf, Macho (von der Olma sehr geschätzt), Schwarte, Wulf
Böhlau, 2004
ISBN: 3412160032
Preis: 19,90 €

Über Veronika Olma

Malerin, Kynikerin und Bazifistin ( www.olma.de)
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