Romantik im Waldschlösschen


Wenn Ihr jetzt glaubt, hier handelt es sich um Kerzenschein und Rosenduft und wallende Deko zum Verlieben in unserem neuen Domizil in der Bremerstrasse, dann habt Ihr Euch ganz schön vertan.

Romantik ist ein Stilbegriff aus der Literatur, Kunst und Musik und meint eine Epoche kurz vor 1800 bis Mitte 19. Jhd. Romane, die in „romanischer Sprache“ verfasst wurden (nicht wie früher in latein) gaben den input für das romantische Denken. Und auch den Namen dazu. Das Leben ist nicht einfach klar und strukturiert, wie es die Klassik vorgab. Nein! Es ist erhaben, voller Sehnsucht, Dunkelheit, religiöser Ergriffenheit. Es ist dunkelblau und mondbeschienen. Es ist voller Geheimnisse und Abgründe. Übersteigert, kultisch. Wie in den Romanen.

Hochstand 2

Hochstand 2

Die Olma ist ja auch eine alte Romantikerin. Sie verehrt Caspar David Friedrich, der in derMalerei DER Romantiker schlechthin ist. Sie findet an ihm besonders beeindruckend, dass er als Deutscher Maler diese tektonische, streng geometrische Kompositionsmethode mit der sehnsuchtsvollen Naturerhabenheit verbinden konnte. Wenn ihr wisst, was ich meine.

Der hat wirklich Zirkel und Lineal genommen für die Bildzusammenstellung! Hyperbeln fand er besonders klasse. Zudem verehrt die Olma die Idee der „Ironie in der Kunst“, die erst in der Zeit der Romantik geboren wurde. Ohne die würde man das Ganze ja gar nicht aushalten!

 

Warum ich das alles schreibe? Weil die Olma gerade darüber nachhirnt, was sie denn zu dem Symposium (was GASTMAHL heisst) malen, machen soll. Da kommen ja wirklich zwei Gäste aus USA und verarbeiten dieses Thema auch. Danach gibt es eine Ausstellung.

Falls Euch die Romantik interessiert: auf Wikipedia steht vieles: Und das Buch vom Rüdiger Safranski ist auch interessant, behandelt allerdings ganz viel Literatur: „Rüdiger Safranski: Romantik.Eine Deutsche Affaire.“

Die Deutschen und die Romantik. Das ist ein unzertrennliches Band. Wir sind gespannt, wie die Amis künstlerisch auf dieses Thema reagieren!

Die Olma hat viele Hochsitze fotografiert in den letzten Jahren. Es sind hunderte! Vielleicht macht sie damit was?

Hochstand

Hochstand

Ein Hochsitz: Erhabenheit (man sitzt ja wenigstens hoch), Wald,  Natur, Sehnsucht, Tod(für den Hasen oder das Reh), Mondschein, Einsamkeit, religiöse Erfahrungen?. Passt ja schon irgendwie. So. Und jetzt mach mal was draus, Frau Olma!

Über Veronika Olma

Malerin, Kynikerin und Bazifistin ( www.olma.de)
Dieser Beitrag wurde unter aktuelles Kunstgeschehen veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s