Hundsdenker


Wir sind künstlerisch und philosophisch in der Vorbereitung zur Ausstellung in der „Galerie aspekt“ in Neustadt an der Weinstrasse am 28. Oktober. Hochphase!
Prof. Dr. Deitmer wird zur „art convention“ an diesem Tag mit den Besuchern, der Olma und Natalie Tekampe (Bildhauerei) ein lockeres Gespräch führen zum Thema der Ausstellung: „mens et anima(l)“.

Die Übersetzung könnte wohl heissen: „Geist und Seelen-Tier“. Bei der Ausstellung der beiden Künstlerinnen geht es um die Frage nach der Unterscheidung der Menschen von Tieren aber hauptsächlich um ihr gemeinsames „Erbe“. Um das Spiegelbild im Tier.  Angesichts der neuen gentechnischen Innovationen und der daraus resultierenden  Ähnlichkeit dieses Spiegelbildes, stellen sich immer mehr Fragen zum Umgang mit dem „animal“ Und ist es vielleicht auch so, daß der Mensch immer nur sich selbst meint, wenn er vom Tier spricht?
Und wodurch kam es eigentlich zur Differenzierung eines einmal Zusammengehörenden? Nämlich der Aufspaltung von Tier (animal) und Seele (anima)?
Und, sollte der Mensch eine Seele besitzen, besitzen wir – höheren Säugetiere – nicht auch eine? Und wenn ja, welche radikalen Auswirkungen hätte dies für das alltägliche Leben? Für das menschlich-religiöse Leben? An dieser Stelle möchte ich die Anhänger des Pythagoras, die ersten Vegetarier,  zitieren: „Enthalte Dich der beseelten Lebewesen“…
(ca. 550 v. Chr.)

Beim Studium zu dieser „anderen Anthropologie“ sind wir beide auf die philosophische Strömung der „Hundsdenker“ gestoßen. Ich kann mich damit sehr gut anfreunden, vermutlich bin ich sogar einer? – Folgende Definition stammt aus Wikipedia:

„Der Kynismus  (griech. κυνισμός, kynismós, wörtlich „Hundigkeit“ von κύων, kyon, „der Hund“) ist eine philosophische Richtung der griechischen Antike, die von Antisthenes und seinem Schüler Diogenes von Sinope im 5. Jahrhundert vor unserer Zeitrechnung begründet wurde.

Ausgangspunkt der kynischen Lehre ist ein ethischer Skeptizismus. Da für die Kyniker weder die verschiedenen Traditionen noch die wechselnden Bedürfnisse ethische Normen begründen können, strebten sie nach Bedürfnislosigkeit und Natürlichkeit. Damit verbunden war eine Zurückweisung von kulturell begründeter Scham (z. B. Nacktheit) und Besitz, die sie als bloße Konventionen betrachteten. Oft lebten Kyniker nach der Art von Bettelmönchen von Almosen. Eine ihrer Hauptaufgaben sahen die Kyniker in der Steigerung des ethischen Bewusstseins ihrer Mitbürger, aber nicht durch Belehrung, sondern durch Satire und Provokation.“

Veronika Olma: "Hundsdenker (Kyniker)" - 2012 - Fotografie

Veronika Olma: „Hundsdenker (Kyniker)“ – 2012 – Fotografie

Über Veronika Olma

Malerin, Kynikerin und Bazifistin ( www.olma.de)
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