„Der andalusische Hund“: Hund der Woche


„Un chien andalou“
Film von Luis  Buñuel (Drehbuch und Regie) und Salvador Dalí (Drehbuch) von 1929, Länge: 16 Min.

Um es vorweg zu sagen: Einen Hund findet man in diesem Film keinen, und schon gar keinen andalusischen.

Der Inhalt dieses radikalen Werkes der Filmgeschichte geht auf zwei Träume der Künstler Luis  Buñuel und Salvador Dalí zurück. In keinem Bild dieses Films existieren erklärbare,  logische, aufeinander aufbauende Szenen oder nachvollziehbare Erzählstrukturen.
„Der andalusische Hund“ sollte irritieren, erschrecken in seiner Absurdität und sexuellen Dimension. Er gilt als Meisterwerk des surrealistischen Films.

„Der Schnitt, der in dieser legendären Eröffnungsszene das Auge durchtrennt, wird letztlich nicht vom Rasiermesser, sondern von der filmischen Montage ausgeführt. Auf geniale Weise verschränken sich hier Form und Inhalt: erst der Filmschnitt gebiert den Schnitt durchs Auge, der wiederum den Filmschnitt symbolisiert. Denn wie das Messer das Organ der Erkenntnis durchtrennt, so zerschneidet die Montage die narrative Kohärenz des Filmes. Und so wie der Mann seine Rasierklinge an das Auge der Frau legte, legten Buñuel und Dali ihre Klingen an das Auge des Zuschauers.“ – Stefan Volk: Skandalfilme

Über Veronika Olma

Malerin, Kynikerin und Bazifistin ( www.olma.de)
Dieser Beitrag wurde unter Hund der Woche (Kunstgeschichte) abgelegt und mit , , , , , verschlagwortet. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

Schreibe einen Kommentar

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s